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Die Stadt Montevideo

Schön, weitflächig, mit einem eigenen typischen Charme und einem großen Pool vor der Haustür namens Rio de la Plata, der an 18 KM Küstenlinie innerhalb der Stadt entlang fliest und damit eine einmalige Kulisse auf den Atlantik freigibt, von dem Container-Schiffe, Fisch-Crawler, Kreuzfahrtschiffe und Hochseefrachter ihren Weg nehmen Richtung Hafen Montevideo und Buenos Aires.

Doch keinem Besucher wird verborgen bleiben, dass die Schönheiten der Stadt, mal in Zeiten der Prosperität Uruguay's entstanden, sich mittlerweile an vielen Stellen zu einer baulichen Tristesse verwandelt haben. So führt ein Gang über die Hauptgeschäftsstraße und zentrale Verkehrsader durch das Zentrum und den Stadtteil Cordón namens „18 de Julio“ vorbei an Schön- und Unschönheiten. Es ist nicht ungewöhnlich in Südamerika, dass prachtvolle Gebäude auch neben verkommenen nicht mehr bewohnbaren Konstruktionen vergangener Zeiten stehen.

Den Mangel an finanziellen Mitteln für teure Restaurierungen gibt es sowohl auf öffentlicher als auch der privaten Seite. Solche Gebäude bleiben, verrotten weiter und viele sind wahrscheinlich über einen Restaurierungszeitpunkt schon hinaus. Für deutsche Augen ist das ein harter Anblick, wo man doch alles gerne „gut in Schuss“ und beinahe „vollkommen“ im Gesamtbild beieinander hätte. Aber Latinos tun sich da leichter, sie sehen „nur“ die schönen Dinge vom Gesamtbild und die abrissreifen Gebilde betrachten sie als Teil der natürlichen Vergänglichkeit, woraus sogar eine gewisse Form der Harmonie ableitbar ist. Doch strahlen auch andere Gebäude wiederum einen zwar verblassten aber immer noch existenten Charme des vorigen bzw. vorvorigen Jahrhunderts aus.

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