Atlántida

Atlántida ist einer der ersten größeren Badeorte, wenn man Montevideo ostwärts verlässt. In ca. einer Autostunde ist man dort und trifft allerdings nicht auf ein altes, gewachsenes Fischerdorf, das sich dem Druck des wachsenden Tourismus gebeugt hat und mit Hotellerie und Gastronomie gepflastert ist: ganz im Gegenteil. Der Ort wurde Anfang des 20gsten Jahrhunderts gegründet und hatte, nachdem es zuerst nur einige wenige Villen an kilometerlangen Sandstränden gab, ab 1924 dann eine erste Autobuslinie von Montevideo aus. Dies zog bzw. brachte immer mehr Interessierte hierhin und führte zu entsprechender Bautätigkeit. Doch große Hotelanlagen wie in Punta del Este wird man hier nicht sehen, sondern eine Agglomeration von Ferienwohnungen und kleinen Hotels und Pensionen sowie die Häuser und Wohnungen der im Laufe der Zeit sich hier angesiedelten dauerhaften Bevölkerung. Natürlich hat der Ort auch seine Saison in der Sommerzeit zwischen Dezember und März wie alle anderen Badeorte, aber auch in der übrigen Zeit ist er bevölkert und verfällt nicht ganz in den saisonalen Winterschlaf.

Die Strände sind weitläufig und in der Regel mit angrenzenden Zonen üppiger Vegetation versehen, die schattenspendend sind. Das Nachtleben ist dagegen nicht sehr üppig, eher ruhig inbesondere außerhalb der Saison. Dafür kann aber manchmal der spektakuläre Sonnenuntergang entschädigen.
Ein Ort zum Ausruhen, Baden, mit guter Luft und häufig gutem Wetter. Wem dies gefällt, der ist von Montevideo aus sehr schnell hier. Suburbane Busse fahren in der Saison alle halbe Stunde.
