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Karneval

Uruguay soll mit 40 Tagen den längsten Karneval Südamerikas haben. Beginn war 2009 der 29. Januar. Allerdings war dieser Tag ausnahmsweise sehr regenreich. Deshalb wurde der Beginn der Umzüge auf den 1. Februar vertagt.

Wie in anderen Hochburgen des Karnevals, füllen sich die Straßen und Tribünen schon lange bevor der eigentliche Umzug eintraf. Entlang der Av 18 de Julio waren Tribünen an Plätzen aufgebaut und beide Seiten der Straße säumten Stuhlreihen.
     
Vom Prinzip her lief alles ähnlich wie im Rheinland ab, nur hat man hier nicht die Gelder, um auch noch die riesigen Füllhörner mit Süßigkeiten, Spielzeugartikeln u.ä. zu beladen. Auch sind die Wagen mit sehr viel einfacheren Mitteln gestaltet und zeigen in der Regel eine nationale Marke als Sponsor. Doch das tut dem 'Spaß an der Freud' hier keinen Abbruch. Sehr vorzeigbare Prinzessinnen gibt es reichlich, wovon jeder Wagen sein eigenes Highlight hatte.
     
Insgesamt also eine durchaus vertraute Szenerie aus dem Rheinland mit der besonderen lateinamerikanischen Komponente, die Perfektion der Wagengestaltungen durch natürliche Schönheit(en) zu erreichen.
     


Neben dem allgemeinen Umzug zu Beginn des Karnevals gibt es in bestimmten Stadtvierteln die fast wichtigeren "Llamadas", bei denen sich Candombe-Gruppen der Wertung ihres Auftritts stellen ähnlich wie im berühmten Karneval von Rio und sicherlich mit nicht weniger Leidenschaft. Ein wesentlicher Unterschied liegt im musikalischen Hintergrund. Die Candombe-Rythmen prägen das lautliche Bild dieser Vorfühurngen in Montevideo. Im Barrio Palermo ist die Straße "Isla de Flores" abgesperrt und mit Tribünen und Stuhlreihen ausgestattet. Am ersten Abend, Donnerstag, 5. Februar, zogen allein 24 dieser farbenfrohen Gruppen hier vorbei, was ca. 5 Stunden dauerte. Die folgende Diashow kann nur einen kleinen Eindruck dieses eindrucksvollen Spektakels wiedergeben.


Carnaval 2009



Las Llamadas del Carnaval 2010