Kontakt Impressum Technische Hinweise Website Struktur

Museo del Vino

Vermutet man hinter dem Namen "Museo del Vino" vielleicht einen historischen Rundgang durch die Entstehung und Kultivierung des Weins mit dem Fokus auf der Entwicklung in Uruguay, dann wird man zumindest was die historischen Daten angeht, enttäuscht. Nicht aber, was die Verfügbarkeit des Weins angeht. Der wird hier mit Bedacht aus den uruguayischen Provenienzen gewählt und ausgeschenkt. Er reicht nicht bis in die Anfänge des uruguayischen Weinanbaus zurück, sondern ist eher der "Neuzeit" zuzurechnen, die mittlerweile sehr respektable Weine hervorbringt, von der Riserva bis zum jungen Clarete (Rosé) und heute den großen Nachbarländern Argentinien und Chile, etwas Wein kommt auch aus Brasilien, durchaus Paroli bieten kann, nicht was die erzeugte Menge, aber die Qualität und das Geschmacksbild angeht.

Miguel Etchandy führt hier also ein Weinlokal und kein Museum, doch mit einer anderen Besonderheit, der Musik. In den Abendstunden von Montags bis Sonntags verwandelt sich das Weinlokal in eine Tangoschule, einen Jazzclub, eine Folklorebühne oder eben auch eine Klassikbühne.

So begeistert hier nicht nur die Mischung aus Tango, Milonga, Candombe, Jazz, Folklore und Klassik, sondern insbesondere die Klasse der Künstler, die hier in relativ kleinem Rahmen ihre Debüts geben. Die Größe der Räumlichkeit, die mit maximal 100 Personen sicher voll ausgelastet ist, schmälert aber in keiner Weise die Begeisterung der Zuhörer/-schauer und noch weniger die Konzentration und Darbietung der Vorführenden.

Hier eine kleine Auswahl an Künstlern. Das Duo Gotan ist eine der wenigen Gruppen, die es geschafft haben, in die Internationalität der Musikszene vorzudringen. So sind sie den ganzen Januar des neuen Jahres in Deutschland auf Konzertreise vorwiegend in der Rheinland-Region.

La Mufa ist ein Quintet mit Kontrabass, Violine und Cello, dass den Spuren des weltberühmten Astor Piazollas folgt und deshalb als Kerninstrument natürlich das Bandoneón vorweist. Die Perfektion in der Darbietung deutet auf sicher auch internationale Zukunft hin.

Soledad Bauzá ist Vollblut-Sängerin des Jazz mit ihrem Programm "Jazz & Mas", von nordamerikanischer Stilrichtung bis hin zur Bossa Nova Südamerikas. Ab und zu erlaubt sie sich auch einige Abstecher in die französische Chanson-Welt oder macht Amy Winehouse mit R&B Interpretationen Konkurrenz. Mehr noch erfährt man auf ihrem MySpace.com/soledadbauza.

Gabriel Mallada spielt klassische Gitarre aus der uruguayischen Folklore unterstützt durch den Cellisten Adrian Borgarelli.

El Calo Trio macht aus allem heißen Jazz, sei es aus Tango, Milonga oder aus jedem Evergreen.

Gastón Rodríguez ist auch mit seiner jazzig angehauchten Folklore über die Grenzen Uruguay's bekannt.

Meint man einen deutschen Beitrag zu vernehmen, wenn Erika Büsch singt, dann bleibt aber dieser Eindruck nur an ihrem geerbten Namen hängen. Sie ist Uruguayerin und mit ganzer Seele der hiesigen Folklore verschrieben.

Abel Garcia ist stimmgewaltiger Barde mit breitem Querschnitt durch die uruguayische Folklore, präsentiert "El Atajo" und läßt sich auch gerne von einem kleinen Background-Chor begleiten.


Und wer sich dem Tango und seiner Leidenschaft verschrieben hat oder noch verschreiben will, kann sich unter der Anleitung von Omar Correa den ersten Schrittfolgen nähern bzw. seine Platzreife um Längen verbessern. In der Regel findet dies am Donnerstag statt.
Mariana López Cattini ist Profesora für die Milonga, die Tanzrichtung, die vor dem Tango ihre Verbreitung gefunden hat und schneller, aber auch raumgreifender als der Tango getanzt wird. Wer sich dieser Herausforderung stellen will, kann das in der Regel am Dienstag Abend tun.



MUSEO del VINO
Boutique - Cava & Bar de Vinos

Maldonado 1150 esq. Gutiérrez Ruiz
RESERVAS al tel. 908 34 30