Candombe
Der Candombe geht im Ursprung auf die auch in Uruguay einmal vorhandenen afrikanischen Sklaven zurück. Er besteht aus rythmischen Trommelschlägen auf Trommeln unterschiedlicher Größe und damit auch Tonhöhe und wird von einer "comparsa" gespielt, zu denen dann in kolonialen Kostümen gekleidete dunkel- und hellhäutige Menschen tanzend durch die Straßen ziehen. Es war wohl eine Verständigungsmusik der damaligen schwarzen Sklaven, um Treffen und den Aufruf zur Verehrung ihrer Gottheiten zu kommunizieren. Deshalb haben diese Trommelumzüge auch den Namen "Llamadas".
Heute hat Candombe den Höhepunkt im uruguayischen Karneval, der wie man mir sagte 40 Tage dauern soll. Daneben gibt es aber immer mal wieder in den Straßen die Trommelklänge am Wochende oder Festtagen (auch Weihnachten) zu hören.
Das Video zeigt einen Candombe Umzug im Barrio Sur, dem Stadtteil südlich des Zentrums von Montevideo.

